Der homee Z-Wave Gen7 Cube bekommt ein neues Innenleben. Statt des alten Silicon-Labs-Z/IP-Gateways spricht er ab Version 2.42.0 über Z-Wave JS mit deinen Geräten, dieselbe Engine, auf der auch viele andere Smart-Home-Systeme laufen. Für dich heißt das vor allem: mehr Geräte werden sauber erkannt, das Anlernen klappt zuverlässiger, und du bekommst zum ersten Mal einen echten Blick in dein Z-Wave-Netz.
Aktuell läuft das Ganze als öffentliche Beta. Die stabile Version erscheint mit 2.42.0.
Warum wir das Backend getauscht haben
Der Gen7 Cube hat bisher über das Z/IP Gateway von Silicon Labs mit deinen Z-Wave-Geräten gesprochen. Diese Komponente ist alt und wird nicht mehr aktiv gepflegt. Genau das war in der Praxis spürbar: Geräte, die nur langsam reagiert haben, Geräte, die sich gar nicht erst anlernen ließen, und eine Gerätedatenbank, an der wir für jedes neue Produkt einzeln arbeiten mussten.
Z-Wave JS ist offen, wird aktiv weiterentwickelt und bringt eine von der Community gepflegte Gerätedatenbank mit tausenden Einträgen mit. Neue Gerätedefinitionen und Fehlerbehebungen kommen dort regelmäßig an, ohne dass wir jedes Mal selbst nachziehen müssen.
Was du davon hast
Deutlich mehr Geräte werden korrekt erkannt
Die Gerätedatenbank hinter Z-Wave JS ist die größte, die es für Z-Wave gibt. Viele Produkte kommen dadurch von Haus aus mit den richtigen Bezeichnungen, Parametern und Funktionen in homee an, statt als namenloses Gerät mit halben Werten.
Geräte von Herstellern, die ausgestiegen sind, bleiben nutzbar
Das betrifft besonders Devolo. Dort wurde der Support für das eigene Smart-Home-System eingestellt, die Geräte selbst sind aber völlig in Ordnung. Über Z-Wave JS lassen sie sich weiter einbinden und pflegen. Sie müssen also nicht in der Schublade verschwinden.
Zuverlässigeres Anlernen und Entfernen
Das Hinzufügen und Entfernen von Geräten ist robuster geworden, die Rückmeldungen sind klarer, und batteriebetriebene Geräte, die die meiste Zeit schlafen, werden deutlich besser behandelt. Bleibt ein Entfernen-Vorgang hängen, bricht der Cube nach 60 Sekunden von selbst ab, statt dauerhaft im Entfernen-Modus zu bleiben.
Stabilere Verbindung im Alltag
Die Verbindungsprobleme, die wir mit dem alten Z/IP Gateway hatten, sind der Hauptgrund für die Umstellung gewesen. Z-Wave JS kommuniziert spürbar verlässlicher mit deinen Geräten, sowohl beim Anlernen als auch beim täglichen Schalten.
Aktuelle Sicherheit und echte Diagnose
S2-Verschlüsselung ist an Bord, dazu Netzwerkstatistiken und Zustandsinformationen, mit denen sich endlich nachvollziehen lässt, was dein Mesh eigentlich tut.
Diese Gerätekategorien haben wir neu aufgebaut
Deine vorhandenen Z-Wave-Geräte laufen unter der neuen Engine weiter. Für die gängigsten Kategorien haben wir die homee-Integration zusätzlich überarbeitet:
- Rollläden und Jalousien mit Auf und Ab, exakter Positionierung und Lamellensteuerung, inklusive Hinweis, wenn ein Rollladen noch kalibriert werden muss.
- Thermostate und Heizkörperventile.
- Sensoren für Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Helligkeit, Bewegung und Tür- oder Fensterkontakte, dazu CO-, CO₂-, Rauch-, Hitze- und Wasseralarme.
- Schalter, Dimmer und Messgeräte inklusive Verbrauchswerten und Statusmeldungen für Überstrom, Überspannung, Überlast und Lastfehler.
Experteneinstellungen direkt in homee
Die Konfigurationsparameter deiner Z-Wave-Geräte, also die Einstellungen, für die du bisher das Handbuch und viel Geduld gebraucht hast, lassen sich in den Experteneinstellungen direkt aus homee heraus lesen und ändern. Du musst dafür nicht in eine andere Oberfläche wechseln.
Die Z-Wave JS UI: dein Netz zum Anschauen
Mit dem neuen Backend kommt die Z-Wave JS UI auf deinen Cube, eine eigene Weboberfläche für alles rund um dein Z-Wave-Netz. Du erreichst sie im Heimnetz über die IP-Adresse deines homee und den Port 8091, also zum Beispiel http://192.168.178.50:8091.
Was dir das bringt:
- Du siehst dein Mesh. Welche Geräte hängen an welchem Knoten, wie sind die Routen, wo ist es dünn.
- Du findest Problemgeräte. Geräte, die als „Dead“ markiert sind, bremsen das ganze Netz aus, weil der Controller sie immer wieder anspricht. In der UI siehst du sie sofort, kannst sie anpingen und im Zweifel gezielt entfernen.
- Du kannst beim Anlernen zuschauen. Der Interview-Fortschritt läuft live mit, und du erkennst, an welcher Stelle es klemmt.
Ein realistischer Hinweis dazu: Die Z-Wave JS UI ist ein Werkzeug für Leute, die gerne genauer hinschauen. Für den normalen Betrieb brauchst du sie nicht, homee bindet deine Geräte auch ohne sie ein. Wenn ein Gerät zickt, ist sie aber oft schneller als jeder Support-Ticket-Umweg.
Was mit deinen Geräten beim Umstieg passiert
Geräte, die schon an deinem Gen7 Cube hängen, werden automatisch auf die neue Engine übernommen, samt ihrer Einstellungen. Deine Homeegramme und Pläne bleiben dabei erhalten.
Dein Gen5 Cube bleibt unangetastet. Er läuft weiter mit seiner bisherigen Engine (OpenZWave) und wird durch die Umstellung nicht verändert. Beide Cubes können nebeneinander an einem homee betrieben werden.
Von Gen5 auf Gen7 umziehen geht wie gewohnt über „Geräte umziehen“ in den Einstellungen deines Z-Wave Gen7 Cube. Jedes Gerät behält dabei seinen Platz in homee, du musst deine Automationen also nicht neu bauen.
Was noch nicht da ist
Wir sind mit der neuen Engine noch nicht fertig, und das sollst du vorher wissen. Im Vergleich zum alten Setup fehlt aktuell:
- SmartStart über QR-Code. Geräte werden derzeit klassisch angelernt. Das QR-Code-Verfahren kommt in einem späteren Release zurück.
- Z-Wave Firmware-Updates aus der homee App. Weder Geräte-Updates (OTA) noch Controller-Updates (OTW) lassen sich aktuell aus homee heraus starten. Über die Z-Wave JS UI ist es möglich.
Bereit für das, was kommt
Z-Wave JS unterstützt auch die 800er-Serie und Z-Wave Long Range. Damit steht die Software-Basis für kommende Z-Wave-Generationen, während das alte Gateway an dieser Stelle schlicht stehengeblieben war. Was davon auf welcher Hardware ankommt, ist eine Frage der jeweiligen Cube-Generation und nicht automatisch ein Feature deines heutigen Gen7 Cube.
Mitmachen: die Beta läuft
Die Beta ist offen für alle, die mit einer Testversion umgehen können und uns beim Feinschliff helfen möchten. So kommst du rein:
- Du brauchst mindestens homee Version 2.41.3.
- Die Beta gilt ausschließlich für den Z-Wave Gen7 Cube.
- Erstelle vorher ein Backup, damit auch dein Z-Wave-Controller gesichert ist.
- In der App: Einstellungen → Brain Cube → Version → Kanal → Beta. Z-Wave JS steckt in der regulären Beta, ein eigener Kanal ist nicht mehr nötig.
Beim allerersten Start richtet sich Z-Wave JS auf dem Cube ein, das kann bis zu drei Minuten dauern.
Rückmeldungen, Gerätemeldungen und Fragen sammeln wir im Beta-Bereich der Community. Wenn ein Gerät bei dir nicht sauber erkannt wird, ist ein eigener Thread mit dem JSON-Dump aus der Z-Wave JS UI genau das, womit wir am schnellsten weiterkommen. Ein großer Teil der bisher ergänzten Geräte kam auf genau diesem Weg zustande.
Kurz zusammengefasst
- Der Z-Wave Gen7 Cube läuft ab 2.42.0 auf Z-Wave JS statt auf dem alten Z/IP Gateway.
- Größere Gerätedatenbank, zuverlässigeres Anlernen, stabilere Verbindung, S2 und echte Diagnose.
- Geräte am Gen7 werden automatisch übernommen, Homeegramme und Pläne bleiben erhalten.
- Der Gen5 Cube bleibt unverändert und läuft parallel weiter.
- SmartStart und Firmware-Updates aus der App folgen später.
- Neu: die Z-Wave JS UI unter Port 8091 für alle, die tiefer schauen wollen.
Unser Z-Wave Cube verbindet
Mit dem Z-Wave Cube Gen7 bindest du Geräte der unterschiedlichsten Marken ein, von Abus über Aeotec bis Fibaro, und eben auch Hersteller wie Devolo, die ihr eigenes System eingestellt haben. Zusammen mit den anderen homee Cubes (EnOcean, Zigbee, Hörmann BiSecur, WAREMA WMS, Becker CentronicPlus) steuerst du all diese Funkstandards über ein System.